ALLMEND

Als Eigentümerin der Allmend und des grössten Teils des zur Gemeinde gehörenden Waldes nimmt die Bürgergemeinde eine wichtige Stellung ein.

Die Allmendfläche beträgt insgesamt 105 ha. Davon werden zirka 68 ha an die Landwirte verpachtet und 37 ha entfallen auf die „Weid“ im Enerholz, wo jährlich rund 90 Rinder und Mutterkühe gesömmert werden.

Die Neuverpachtung von Allmendpachtland wird aufgrund des Allmendreglementes vorgenommen.

Rückblick auf die letzten 50 Jahre

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Weidputzete Mitte 1970er Jahre

Hans Probst, Fridolin Brunner, Lukas Schaad,

Helmuth Rossmann, Xaver Jeker

In den 1950er-Jahren gestaltete sich die Verpachtung von Allmendland zusehends schwieriger. Als Folge davon realisierte man 1962 den Weidebetrieb Goleten mit Sömmerungsstall für 100 Rinder. Mit der Vergrösserung des Stalls 1965 konnten bis
zu 135 Rinder eingestallt werden.

image (00D).alter Sömmerungsstall.pg.jpg

Die beweidete Fläche wurde 1983 im Zusammenhang mit einem Aussiedlungsprojekt von zirka 45 ha auf 38 ha verkleinert. Das auf eine Vielzahl von Parzellen verteilte Bürgerland mit einer Gesamtfläche von 105 ha wurde mit der Güterzusammenlegung (1976 – 1995) arrondiert und besser erschlossen.

Der Sömmerungsstall in der Goleten wurde 2001 in einen Laufstall umgebaut.

Von den bisher angestellten Hirten war Baumann Hans am längsten tätig, nach einem bereits früheren Einsatz wieder seit 1987 bis heute.

 

Mit Beschluss der Gemeindeversammlung vom 19. Juni 2017 wurde die Allmend-kommission aufgelöst. Deren Aufgaben obliegen heute dem Bürgerrat.
 

Im Mai 2020 konnte der neuerbaute Sömmerungsstall in Betrieb genommen werden.

DSC_4866.Vorderansicht Sömmerungsstall.JPG

Naturschutz und Landwirtschaft im Einklang
In mehreren Etappen wurden auf der Goletenweid in den Jahren 1989 bis 2009 insgesamt über 1300 Meter Lebhag (Naturhecke als Einzäunung) angepflanzt. Damit entstand der grösste zusammenhängende Lebhag im Kanton.

In den Jahren 1993 und 1995 wurde im Rahmen des Mehrjahresprogramms Natur und Landwirtschaft des Kantons die ganze Weidefläche in eine sogenannte «Rückführ-ungsweide» überführt. Das bedeutet, dass man auf zusätzliche Düngung und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet.

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Kilometerlang Lebhag in der Goleten